Legasthenie

(Lese - Rechtschreibschwäche, LRS)

bezeichnet eine Lese-Rechtschreibschwäche bei normaler Gesamtintelligenz. Als Ursache gelten auditive

und visuelle (das Hören und Sehen betreffende) Wahrnehmungsstörungen und Störungen der zentralen

Verarbeitung dieser Informationen. Ein erblicher Faktor wird angenommen.  

 

Die Diagnose und deren Kriterien variieren in den einzelnen Bundesländern. So geht man in Bayern z.B.

definitiv von genetischen Ursachen aus und benutzt die Bezeichnung Legasthenie. In Berlin und

Brandenburg hält man sich an den ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen

d. Weltgesundheitsorganisation), nach dem die Diagnose Lese- und Rechtschreibstörung (LRS )

unter dem Punkt Entwicklungsstörungen vergeben wird. Die Ursachen werden hier nicht fest umschrieben,

sondern als multikausal angenommen. Einig ist man sich jedoch darüber, dass bei LRS Probleme der

akustischen und visuellen Informationsverarbeitung vorliegen.  

 

Meine Bevorzugung des Begriffes Legasthenie beruht lediglich auf der Bekanntheit des Begriffes und nicht auf

dessen Diagnosekriterien. Die Praxis zeigt unterschiedliche Ausprägungen und Begleiterscheinungen bei

Lese- Rechtschreibstörungen, so dass eine individuelle Diagnose der Schwächen und Stärken unumgänglich ist.



Druckversion Druckversion | Sitemap
Copyright Jördis Lyssy